Mariazell/Wien. Erstmals nimmt der neue Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana (Bild), an einer Vollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz teil. Das erste offizielle Zusammentreffen des kürzlich akkreditierten Vertreters des Heiligen Stuhls mit dem derzeit in Mariazell tagenden Episkopat wird heute, Mittwoch, stattfinden.

Der 65-jährige Lopez stammt aus dem nordspanischen Barbastro. Nach seiner Priesterweihe 1980 promovierte er in Kirchenrecht und trat 1984 in den Diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls ein. Ende 2002 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularerzbischof von Agropoli und wenige Wochen später zum Apostolischen Nuntius in Indien und Nepal. Zuletzt wirkte er seit 2014 als päpstlicher Botschafter in Litauen, Estland und Lettland. Anfang März gab der Vatikan seine Ernennung für die Leitung der Apostolischen Nuntiatur in Österreich bekannt. Erzbischof Lopez spricht fünf Sprachen, darunter auch Deutsch.

Ein Thema bei der im Juni traditionell immer in Mariazell stattfindenden Vollversammlung der Bischofskonferenz werden diesmal die außergewöhnlichen innenpolitischen Entwicklungen der vergangenen Wochen und die bevorstehenden Neuwahlen sein. Hauptsächlich sind die bischöflichen Beratungen aber den Ergebnissen der Jugendsynode im vergangenen Jahr und dem päpstlichen Synodendokument "Christus vivit" gewidmet.