Wien. Rund 475.000 Schüler starten heute in Wien, Niederösterreich und Burgenland in die neunwöchigen Sommerferien. Für weitere 650.000 Kinder und Jugendliche in den westlichen Bundesländern steht erst kommenden Freitag die Zeugnisverteilung an.

Der Ferienauftakt in Ost-Österreich, sechs deutschen Bundesländern sowie Tschechien und Slowenien läutet traditionell die sommerliche Stausaison ein. Ab heute, Freitag, pilgern darüber hinaus tausende Formel-1 Fans zum "Großen Preis von Österreich" im steirischen Spielberg, was für zusätzliche Verkehrsbelastungen sorgen wird.

Längere Grenzwartezeiten 

"Erfahrungsgemäß ist der Samstag der reiseintensivste Tag der Woche", heißt es in einer Aussendung des Autofahrerklubs ARBÖ. Dieser rechnet vor allem mit Staus im Westen. Mit den kürzlich beschlossenen, sektoralen Fahrverboten in Tirol, das Dörfer und Landstraßen als Ausweichrouten schließt, werden Fahrzeuge auch bei Staus auf der Autobahn gehalten. Mit einer Verkehrsentspannung ist dadurch weniger zu rechnen.

ARBÖ-Verkehrsexperte Jürgen Fraberger weist darüber hinaus auf längere Grenzwartezeiten in Richtung Deutschland hin. Speziell am Walserberg, ein Grenzübergang in der Nähe von Salzburg, könnten Urlauber schon einmal 45 Minuten stehen.

Verkehrsaufkommen steigert sich im Juli

Auch in Salzburg gibt es bei Bedarf temporäre Fahrverbote. Im Bedarfsfall gilt das für die Gemeinden Grödig und Wals, aber auch die Autobahnabfahrten der A10 Puch-Urstein (in Richtung Norden) und Kuchl (Richtung Süden) können so für wenige Stunden komplett gesperrt werden. Damit diese Maßnahmen wirklich nur in Ausnahmefällen verwendet werden, wird an der Grenzstelle noch im Juli eine dritte Abfertigungsstelle errichtet.

Der Ferienbeginn in Ost-Österreich werde auf  den Straßen noch relativ ruhig verlaufen, heißt es in einer Aussendung des ÖAMTC. Erst mit dem Ferienbeginn in West- und Südostösterreich kommende Woche und weiteren Reisewellen aus Deutschland werde sich das Verkehrsaufkommen sukzessive steigern, ehe es mit Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg am letzten Wochenende im Juli ihren Höhepunkt erreicht, so der ÖAMTC.

In den ersten beiden September-Wochenenden wird  der  Rückreiseverkehr wieder für größere Staus sorgen. Zunächst kehren Ost-Österreicher, Slowaken und Polen aus dem Urlaub zurück dann folgen Familien aus dem Westen Österreichs sowie Bayern und Baden-Württemberger.