Garsten. Bei einer unangekündigten Großrazzia in der Justizanstalt Garsten im Bezirk Steyr-Land nach einem Häftlingsausbruch sind am Mittwoch 45 verbotene Gegensände sichergestellt worden, teilte das Justizministerium am Nachmittag mit. Insgesamt wurden 158 Inhaftierte, 83 Zellen und vier Betriebe durchsucht.

Konkret wurden 20 spitze, messerähnliche Gegenstände, acht Werkzeuge, zwei Handys, ein Internet- und vier USB-Sticks, vier unbekannte Substanzen und sechs unerlaubte elektronische Geräte bei der Durchsuchung entdeckt, hieß es in einer Presseaussendung.

Anlass für die Razzia war der Gefängnisausbruch im Juni

Ende Juni waren aus dem Gefängnis, ein ehemaliges Kloster, zwei Häftlinge ausgebrochen. Sie hatten sich mit Werkzeugen aus einem Gefängnis-Betrieb den Weg in die Freiheit geschlagen. Durch eine 30 mal 20 Zentimeter große Öffnung in der Geschoßdecke gelangte das Duo aus der gemeinsamen Zelle auf das Dach des Anstaltsgebäudes und seilte sich von dort ab. Seitdem sind die beiden untergetaucht. Um "neuralgische Punkte" zu finden, damit künftig Ausbrüche verhindert werden können, hatte das Justizministerium die Kontrolle angeordnet.