Der Handel mit Walfleisch bleibt verboten. Am letzten Tag der Cites-Konferenz in Nairobi ist auch Norwegen mit einem entsprechenden Vorstoß gescheitert. Auch lehnten es die Delegierten auf der 11. Vertragsstaaten-Konferenz zum Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (Cites) am Donnerstag ab, den Schutz der bedrohten Karettschildkröte herunterzustufen.

Der Chef der UN-Umweltbehörde (UNEP), Klaus Töpfer, wertete die zehntägige Konferenz als "großen Erfolg". Auch internationale Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace oder der World Wide Fund for Nature (WWF) zogen ein überwiegend positives Fazit.

Töpfer erklärte, die Verabschiedung eines fünfjährigen Strategieplanes, mit dem Staaten geholfen werden soll, bedrohte Arten besser zu schützen, sei "ein Meilenstein für das neue Jahrtausend".

In den vergangenen zwei Wochen scheiterten auch Anträge, den Elfenbeinhandel wieder aufzunehmen und den Handel mit Walfleisch zu legalisieren. Darüber hinaus beschloss die Konferenz einen besseren Schutz für Moschustiere, Tibetantilopen, Scharnierschildkröten und Quastenflosser. Ähnliches gilt auch für bedrohte Heilpflanzen wie Ginseng oder die Teufelskralle aus dem südlichen Afrika.

Keinen Erfolg hatten die Anträge auf eine Unterschutzstellung des Wal- und Riesenhais sowie des Weißen Hais. Auch in Zukunft wird es deshalb keinen Handelsschutz für Haifische geben. Mit dem Haifisch stand erstmals ein kommerzieller Hochseefisch auf der Antragsliste des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens.

Die 12. Cites-Konferenz wird im Jahr 2002 voraussichtlich in Santiago stattfinden. Chile hatte sich um die Austragung der Konferenz offiziell beworben.