Die "Initiative Wehrbereitschaft" hatte Schulen Zeitzeugen für Referate angeboten. Einige dieser Referenten gelten laut "profil" und dem grünen Abgeordneten Karl Öllinger als rechtsextrem:

Der Anwalt Herbert Schaller habe Rechtsextremisten wie Gerd Honsik vertreten, Walter Marinovic habe für die Zeitschrift der rechtsextremen "Nationaldemokratischen Partei Deutschland" publiziert und

bei Veranstaltungen des im Vorjahr behördlich aufgelösten Vereins "Dichterstein Offenhausen" referiert.

Auch die Namen Hans Neidhardt und Otto Schadlinger wurden als "belastet" genannt. In einem vom Unterrichtsministerium publizierten Informationsblatt zur Geistigen Landesverteidigung war diese

"Initiative Wehrbereitschaft" vorgestellt worden.

"Extremismus, gleich welcher Art, hat an den Wiener Schulen nichts zu suchen", betonte Scholz am Montag. Er hatte die Direktionen der Wiener Schulen angewiesen, "keinerlei Personen, denen eine Nähe

zu rechtsextremen Kreisen nachgesagt wird, zu Vorträgen an Schulen einzuladen". Scholz appellierte an Ministerin Gehrer, und Verteidigungsminister Herbert Scheibner, "die Empfehlungslisten mit

einschlägig bekannten Personen der rechten Szene umgehend zurückzunehmen."

Was auch prompt passierte: Redner der "Initiative Wehrbereitschaft" werden an österreichischen Schulen nicht zum Einsatz kommen, hieß es am Nachmittag aus dem Unterrichtsministerium. Weiters wurde

betont, dass keine Referentenlisten seitens des Unterrichtsministeriums an Schulen weitergegeben worden seien. Es sei auch nie eine Liste zur Überprüfung vorgelegt worden. Auch im

Verteidigungsministerium hieß es, es habe "keine Veranlassungen" in der Angelegenheit "Initiative Wehrbereitschaft" gegeben.