Auf die Frage was ich denn jetzt nach der Schule weitermache, habe ich endlich eine Antwort, denn seit letztem September bin ich Studentin des Fachhochschul-Studienganges für Informationsberufe in

Eisenstadt. Als Antwort bekomme ich dann entweder ein völlig verwirrtes "Für was?!" oder ein selbstbewußtes "Ach so, das mit dem Computer".

Weniger die Informatik...

In dem von mir gewählten Studiengang steht jedoch weniger die Informatik, also "Das mit den Computer", im Mittelpunkt, sondern die Informationswissenschaft. Diese Wissenschaft beschäftigt sich mit

der Beschaffung und Bereitstellung von Information und dem Informationsbedürfnis der Gesellschaft.

Auch der Oberbegriff "Informationsberufe" ist schnell erklärt. Dazu zählen die traditionellen Informationsberufe wie ArchivarIn, BibliothekarIn und DokumentarIn; weiters Unternehmensberater,

Datenbankdesigner, Leiter eines EDV-Bereiches, außerdem Berufe, in denen man journalistische Tätigkeiten ausübt und noch ein ziemlich junger Beruf, Information Broker. Letztgenannter versorgt

Personen gegen Bares mit Information.

Der Fachhochschul-Studiengang Informationsberufe bietet eine wissenschaftliche Berufsausbildung zum/zur Informationsmanager/in mit Vertiefungsfächern im Bereich des Informations- und

Dokumentationswesens, des Bibliothekswesens und des betrieblichen Informationsmanagements.

Mehrere Schwerpunkte

Schwerpunkte im Lehrinhalt sind Informationswesen, Medien- und Verlagswesen, Organisationsstruktur von Informationseinrichtungen, Informationssuche in Datenbanken und im Internet, EDV und neue

Medien, Betriebswirtschaftslehre, Managementtechniken und Fremdsprachen. Englisch ist ein Pflichtfach und Spanisch wird ab dem Sommersemester 1999 als Freifach angeboten. Das Weiterlernen der

Fremdsprache war für meine Studienwahl ausschlaggebend.

Das achtsemestrige Studium ist in Österreich einzigartig. Die ersten vier Semester dienen der Grundausbildung. Im dritten Studienjahr erfolgt eine Vertiefung im Bereich Informations- und

Dokumentationswesen, öffentliche oder wissenschaftliche Bibliotheken, oder betriebliches Informationsmanagement.

Die Studenten spezialisieren sich weiter durch ein 18wöchiges Berufspraktikum im siebenten Semester und schließlich die Diplomarbeit. Das Studium wird durch das Ablegen einer Diplomprüfung mit dem

Titel Magister/Magistra für Informationsberufe (FH) abgeschlossen.

Eine persönliche Bemerkung: Diesen Artikel über den Fachhochschul-Studiengang in Eisenstadt verfaßte ich für die "Wiener Zeitung", weil ich hier erst vor kurzem mein vierwöchiges

Berufsorientierungspraktikum absolviert habe. Fachhochschulen bieten eine praxisnahe Ausbildung. Aus diesem Grund machen die Studenten schon am Ende des ersten Semesters ein vierwöchiges Praktikum.

Die Praxisnähe war vor allem für mich ein Grund, diesen Bildungsweg einzuschlagen.

Viele Praxisplätze

Über die tatsächliche Arbeitsmarktsituation für die Absolventen kann man leider noch nichts Konkretes sagen, da es den Studiengang erst seit September 1997 gibt. Doch der Trend geht hin zu einer

Informationsgesellschaft und an Praxisplätzen hat es auch nicht gemangelt.

Feststeht, daß wir zukünftigen InformationswissenschaftlerInnen dank der breiten Ausbildungspalette am Studiengang auch am Arbeitsmarkt flexibel agieren können. Die Praktika ermöglichen uns schon

während des Studiums eine Orientierung in der Berufswahl.

Ich habe in den vier Wochen meines ersten Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte. Außerdem bietet sich die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, die bei einem Einstieg in das Berufsleben sicher

hilfreich sein können.

Ansonsten hätte ich jetzt wohl kaum die Möglichkeit, meinen Studiengang in der "Wiener Zeitung" vorzustellen... Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen bedanken, die es ermöglichten, daß

dieses Praktikum mich um viele Erfahrungen bereicherte.

Nähere Information zum FH-Studiengang für Informationsberufe erhalten Sie unter 0 26 82/757 55, oder auf unserer Homepage unter http://info.fh-eisenstadt.ac.at..