Technische Probleme haben am Sonntag am Flughafen Wien zum Ausfall oder zur Verspätung zahlreicher Flüge geführt. Ein Übertragungsproblem bei den Flugplandaten hatte zur Folge, dass Hunderte Passagiere in Wien strandeten. Der Flughafen stellte 500 Feldbetten  auf. Am Montag schienen die Probleme behoben, der Flugverkehr startete vorerst planmäßig.

Für die Übertragung der Daten sind die europäischen Luftfahrtorganisation Eurocontrol und die Austro Control zuständig. Dort hieß es, alle übersandten Flugplandaten mussten wegen Problemen mit dem elektronischen System manuell ergänzt werden. Daher könne man nur wenige Landungen pro Stunde abwickeln, so der Sprecher der Austro Control, Markus Pohanka. Betroffen waren insgesamt 113 Flüge verschiedener Gesellschaften, darunter Lufthansa, British Airways, Finnair und Turkish Airlines.


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Als Grund für das plötzliche Auftreten der Probleme wurde ein Serverausfall genannt. Weshalb kein Backup-System einspringen konnte, ließen Flughafen und Austro Control offen.

Austrian Airlines kümmerte sich um Unterkünfte für gestrandete Passagiere, sagte AUA-Sprecher Peter Thier am Sonntag.  Es werde ein wenig dauern, für die am Sonntag hängen gebliebenen Passagiere am Montag Ersatz-Flüge zu finden. Die Lage werde sich wohl erst langsam normalisieren.

Der Flughafen bat inzwischen Passagiere und ihre Angehörigen, sich auf der Webseite über mögliche Ausfälle und Änderungen von Flügen zu informieren.