Ein ehemaliger Boxer, der in der Nacht auf den 1. Oktober 2017 in einer U-Bahn-Station in Wien-Ottakring einen 22-Jährigen mit einem Klappmesser erstochen und einen 25 Jahre alten Mann lebensgefährlich verletzt hat, ist in der Nacht auf Dienstag am Landesgericht im Sinn der Anklage schuldig erkannt worden. Der gebürtige Tschetschene erhielt wegen Mordes und versuchten Mordes 20 Jahre Haft.

Der Schuldspruch der Geschworenen fiel mit 6:2 Stimmen im Sinn der Anklage aus. Der 22-Jährige hatte sich mit Notwehr verantwortet. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Wie Gerichtssprecherin Christina Salzborn unmittelbar nach der Urteilsverkündung um 23.20 Uhr bekannt gab, erbat Verteidiger Rudolf Mayer Bedenkzeit. Staatsanwältin Viktoria Berente gab vorerst keine Erklärung ab.