Gerersdorf. Zwei Waggons der Mariazellerbahn sind Dienstagfrüh wenige Kilometer vor St. Pölten entgleist. In dem Zug befanden sich Dutzende Passagiere, darunter viele Kinder. Drei Erwachsene wurden schwer verletzt, 27 Fahrgäste erlitten leichte Blessuren, berichtete Sonja Kellner vom Roten Kreuz NÖ. Ein Großaufgebot an Helfern stand im Einsatz. Die Bahnstrecke war zwischen St. Pölten und Hofstetten gesperrt.

Die "Himmelstreppe" war als Doppelgarnitur auf dem Weg in die Landeshauptstadt gewesen, als gegen 7.15 Uhr zwei Waggons bei Völlerndorf in der Gemeinde Gerersdorf (Bezirk St. Pölten-Land) knapp vor der Pielachbrücke entgleisten und seitlich liegen blieben. Die hintere Garnitur fuhr auf, hieß es von der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft (NÖVOG). Die Unfallursache war vorerst unbekannt. Die Oberleitung wurde heruntergerissen, deshalb musste zuerst der Strom abgeschaltet werden.

70 Sanitäter und drei Hubschrauber im Einsatz

Drei ÖAMTC-Hubschrauber - "Christophorus 2" aus Krems-Gneixendorf, "Christophorus 15" aus Ybbsitz und "Christophorus 9" aus Wien - brachten die Schwerverletzten in Krankenhäuser. Mit der Versorgung der Betroffenen waren 70 Sanitäter und sechs Notärzte beschäftigt. Weiters standen die Feuerwehr mit 40 Mitgliedern und die Polizei im Einsatz. Auch das Kriseninterventionsteam wurde angefordert.

Nach dem Unfall war der Streckenabschnitt zwischen St. Pölten und Hofstetten unterbrochen. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.