Saalbach-Hinterglemm/Viehhofen/Maishofen. Die nach den Unwettern mit Muren und Überflutungen von der Außenwelt abgeschlossene Siedlung im Talschluss des Salzburger Glemmtales (Pinzgau) muss nicht evakuiert werden. Nach einer Besprechung der Einsatzleitung wurde mitgeteilt, dass die Straße noch im Lauf des Freitags wieder einspurig befahrbar gemacht werden kann. Zurzeit sitzen noch 200 bis 300 Menschen im Ortsteil Lengau fest.

Bundesheer muss nicht anrücken

Unmittelbar nach dem Unwetter am Donnerstagabend hatte Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Fritzenwanger noch befürchtet, dass die Verbindung für mehrere Tage nicht benützt werden könnte. Die Straße war auf einer Länge von etwa 50 Metern weggespült worden. "Es besteht keine Gefahr für die 200 bis 300 Personen. Und im Laufe des Tages werden wir die Straße wieder frei bekommen", informierte am Freitagvormittag Monika Vogl von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See. Auch ein Einsatz des Bundesheeres wird nicht nötig sein.

Über das Ausmaß der Schäden gab es auch am Freitag noch keine genauen Angaben. Dieses soll im Lauf des Vormittages bei einem Hubschrauberflug erhoben werden. Auf jeden Fall konnte die Trinkwasserversorgung für Hinterglemm inzwischen wieder hergestellt werden. Diese war seit Donnerstagabend ebenfalls unterbrochen.