Bei einer Bombenexplosion in der Nähe der Pyramiden von Gizeh in Ägypten sind nach offiziellen Angaben drei Urlauber getötet worden. Zehn weitere Touristen und zwei Ägypter wurden durch einen selbst gebauten Sprengsatz verletzt. Das teilte das ägyptische Innenministerium am Freitagabend mit.

Demnach explodierte die Bombe um kurz nach 18 Uhr (Ortszeit) an einer viel befahrenen Straße unweit der bei Touristen beliebten Pyramiden explodiert. Bei den betroffenen Touristen dürfte es sich um Vietnamesen handeln.

Der Ort des Zwischenfalls wurde von den Sicherheitskräften abgesperrt. Der Sprengsatz sei in der Nähe einer Mauer im Stadtbezirk Haram platziert gewesen, teilte das Innenministerium mit. Lokale Medien veröffentlichten auf Twitter Fotos. Mehrere Scheiben des gezeigten Busses sind zersplittert, die Frontscheibe weist lange Risse auf. Die Seite ist mit Kratzern und dunklen Staubspuren übersät.

Hintergrund

In dem Urlaubsland Ägypten kommt es immer wieder zu Angriffen auf Touristen und zu Terroranschlägen. Die Reisebranche des Landes leidet darunter sehr. Die Touristenzahlen waren nach den Umbrüchen des sogenannten Arabischen Frühlings 2011 stark gesunken, erholten sich zuletzt aber leicht.

Vor allem auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Aber auch in der Hauptstadt Kairo oder in anderen Teilen des Landes ereignen sich immer wieder Anschläge. Zuletzt starben bei einem Anschlag auf koptische Pilger Anfang November sieben Menschen.

Seitens des österreichischen Außenministeriums wird bei Reisen nach Ägypten, einschließlich der Touristengebiete am Roten Meer, generell zu Vorsicht geraten. Trotz erhöhter Sicherheitsmaßnahmen bestehe im ganzen Land ein allgemeines Sicherheitsrisiko von terroristischen und anderen Angriffen. Eine partielle Reisewarnung gilt für den Nordsinai und die Saharagebiete sowie die Gebiete nahe der Grenzen zu Libyen und zum Sudan.