Addis Abeba. Beim Absturz einer Passagiermaschine in Äthiopien sind nach Angaben der betroffenen Fluggesellschaft Ethiopian Airlines alle 157 Insassen - 149 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder - ums Leben gekommen. An Bord befanden sich auch drei an Linzer Kliniken tätige Ärzte aus Oberösterreich. Die Mediziner wollten aus beruflichen Gründen über Nairobi nach Sansibar reisen.

In einem der APA übermittelten Statement bestätigte der Geschäftsführer der Ethiopian Airlines Group, Tewolde GebreMariam, dass es keine Überlebenden gibt. Er sprach den Angehörigen der Passagiere und der Crew, die bei diesem tragischen Unfall ihr Leben verloren hätten, sein tiefstes Mitgefühl und sein Beileid aus. Zuvor hatte Biniam Addisu, der Country Manager von Ethiopian Airlines Austria, bestätigt, dass drei Österreicher an Bord der Boeing 737-800MAX gewesen seien. "Die Familien wurden bereits verständigt", teilte Addisu mit.

Bundespräsident kondoliert

Zu Wort gemeldet hat sich auch Bundespräsident Alexander Van Der Bellen. "Die Nachricht vom Flugzeugabsturz in Äthiopien ist bestürzend. Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme ist bei den Angehörigen der Opfer", kondolierte das Staatsoberhaupt über den Kurznachrichtendienst Twitter. "Sehr traurige Nachrichten erreichen uns aus Äthiopien. Mein aufrichtiges Beileid und mein tiefes Mitgefühl für diesen schweren Verlust gilt den Angehörigen und Freunden der Opfer. Das Wichtigste ist jetzt, die Familien und Hinterbliebenen in diesen schweren Stunden zu unterstützen. Ich bin dazu bereits in Kontakt mit der Außenministerin", hielt der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) fest.

Beileidsbekundungen sprachen auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) den Betroffenen aus. "Ich möchte in diesen schweren Stunden allen Angehörigen der Opfer des tragischen Flugzeugunglücks der #EthiopianAirlines mein aufrichtiges Beileid aussprechen", verbreitete Kurz über den Kurznachrichtendienst Twitter. Kneissl kondolierte ebenfalls über Twitter allen Familienmitgliedern und Freunden der Opfer.

Die Unglücksursache steht noch nicht fest. Wie allerdings im Verlauf des Sonntag bekannt wurde, hatte der erfahrene Pilot kurz nach dem Start von Flug ET302 , der von der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba nach Nairobi gehen sollte, "Probleme" gemeldet und um Erlaubnis zur Rückkehr nach Addis Abeba gebeten hatte. Dafür bekam er grünes Licht. Dann riss der Kontakt ab. Der Start war bei gutem Wetter erfolgt. Der Airline zufolge brach der Kontakt mit der Maschine sechs Minuten nach dem Abheben gegen 8.30 Uhr am Sonntagmorgen (Ortszeit) ab. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Maschine nahe der Stadt Bishoftu.