Jakarta. Ein halbes Jahr nach dem schweren Erdbeben und dem anschließenden Tsunami müssen in der indonesischen Stadt Palu nach Angaben einer Hilfsorganisation immer noch tausende Kinder ohne richtiges Dach über dem Kopf leben. Etwa 6.000 Kinder harrten weiter in provisorischen Unterkünften wie Zelten aus, sagte Tom Howells von Save the Children am Dienstag.

Tausende weitere leben demnach in beschädigten Häusern. Der Wiederaufbau laufe "schrecklich langsam", teilte das Rote Kreuz mit. Durch die Naturkatastrophe auf der indonesischen Insel Sulawesi waren im vergangenen September mehr als 4.300 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 170.000 Menschen aus Palu und umliegenden Orten wurden vertrieben. Zehntausende Häuser wurden beschädigt. Mit der Zerstörung von Fischerbooten, Geschäften und anderen Einrichtungen wurde vielen Menschen die Existenzgrundlage entzogen. (apa, afp)