Eine Reporterin und ein Kameramann wurden in Virginia (USA) während einer Live-Übertragung erschossen. Die beiden arbeiteten  für den Sender WDBJ-TV im Bezirk Bedford im Südwesten des Bundesstaates.

Um 6.45 Uhr Ortszeit. führte Alison Parker gerade ein Interview in der Bridgewater Plaza von Moneta, als ein Mann das Feuer eröffnete. Dabei fielen etwa acht Schüsse. Der Interviewpartner blieb allem Anschein nach unverletzt.

Der Täter, ein  ehemaliger Mitarbeiter der TV-Station, wurde nach einer ausgedehnten Fahndung von der Polizei verfolgt und brachte sich schließlich selbst eine Schusswunde bei. Er starb kurz nach seiner Einlieferung in ein Krankenhaus.

Die Schulen in der Umgebung waren sofort nach dem Bekanntwerden des Doppelmordes in Alarmbereitschaft versetzt und abgeriegelt worden. Aufgrund der Häufigkeit von Amokläufen existieren Pläne das lock down in allen Bildungseinrichtungen der USA.

Amoklauf 2007

Virginia hat ein extrem liberales Waffenrecht, das unter anderem den Verkauf von Feuerwaffen bei Garagenverkäufen erlaubt. 2007 wurden bei Massaker auf dem Campus des  Virginia Polytechnic Institute (Virginia Tech) 32 Menschen von einem Amokläufer getötet.

Reaktionen aus dem Weißen Haus

Klare Worte kamen aus Washington. "Das ist ein weiteres Beispiel für Waffengewalt, die allzu alltäglich in kleinen und großen Gemeinden in den Vereinigten Staaten wird", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Josh Earnest.

Den Kongress rief er nach dem tödlichen Drama während einer Live-Fernsehsendung auf, Gesetze zur strengeren Waffenkontrolle zu billigen. US-Präsident Barack Obama hatte gesagt, das Scheitern schärferer Waffengesetze sei für ihn die größte Quelle der Frustration in seiner Amtszeit. Die USA bezeichnete er als die einzige fortschrittliche Nation der Welt, in der es nicht genug Sinn für Gesetze zur Waffensicherheit gebe.

Eine bedeutende Anzahl von US-Bürgern, unterstützt von einer starken Waffenlobby, lehnt aber jegliche Verschärfungen ab.