Wien. (apa/dab) Fahrerlose Busse, eine berittene Polizeistaffel und eine neue Universität: Auf Wien kommen im Jahr 2019 einige Veränderungen zu. Die "Wiener Zeitung" gibt einen Überblick.

Den Anfang macht das bereits gültige Essverbot in der U6, das am 15. Jänner auf alle U-Bahn-Linien in Wien ausgedehnt wird. Mit Strafen müssen essende Passagiere vorerst aber nicht rechnen, derzeit setzen die Wiener Linien noch auf Ermahnungen. Eine weitere Neuerung im öffentlichen Verkehr vollzieht sich in der Seestadt Aspern: Dort startet im ersten Halbjahr 2019 ein Regelbetrieb mit fahrerlosen Bussen auf sechs Stationen. Sie sollen auf einer Strecke von 2,2 Kilometern Länge unterwegs sein.

Fahrerlose Busse sind künftig in Aspern unterwegs. - © apa/Pfarrhofer
Fahrerlose Busse sind künftig in Aspern unterwegs. - © apa/Pfarrhofer

Streifen im Prater

Die Polizei setzt wiederum auf Pferde. Sie sollen ab Mai 2019 bei der berittenen Polizei in Wien eingesetzt werden. Bis inklusive April läuft noch die Grundausbildung der Reiter, trainiert werden 16 Beamte. Inklusive dem fünfköpfigen Ausbilderteam stehen damit 21 Reiter zur Verfügung. Die zwölf Einsatzpferde sind bereits vorhanden. Zu Beginn sollen Streifen am Ausbildungsstandort Wiener Neustadt sowie in Wien durchgeführt werden, wie beispielsweise in Parks, auf der Donauinsel und im Prater. Danach sollen die Aufgabenbereiche erweitert werden. Eine Dienststelle in Wien als Einsatzstützpunkt soll noch 2019 eingerichtet werden.

Das Jahr 2019 bringt an den Universitäten neue Platzbeschränkungen, die auch Wien betreffen. Ab dem im Herbst startenden Studienjahr 2019/20 dürfen Unis die Anfänger-Studienplätze in Rechtswissenschaften (auf insgesamt 4300), Fremdsprachen (3020) und Erziehungswissenschaften (1460) begrenzen.

Neue Schranken gibt es auch in nur lokal überlaufenen Studienrichtungen. Dazu zählen etwa Soziologie, Kultur- und Sozialanthropologie, Chemie und Politikwissenschaft an der Uni Wien. Grund dafür ist, dass in diesen Fächern bestimmte Schwellenwerte beim Betreuungsverhältnis sowie den Studienanfängerzahlen überschritten werden.

Im Herbst 2019 will außerdem die Central European University (CEU) ihren Studienbetrieb in Wien aufnehmen. Die CEU plant wegen des Dauerkonfliktes mit der ungarischen rechtskonservativen Regierung die Übersiedlung der Mehrzahl ihrer Studienprogramme von Budapest in die österreichische Hauptstadt. Die Standortfrage ist noch offen. Ab 2023/24 soll die Uni auf einem Teil des Geländes untergebracht sein, auf dem sich jetzt noch das Otto-Wagner-Spital befindet.

Amtsübergabe bei Grünen

Die Landtags- und Gemeinderatswahlen finden in Wien erst 2020 statt, falls sie nicht auf nächstes Jahr vorgezogen werden. Eine wichtige Ämterübergabe ist jedoch bereits beschlossene Sache: Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) wird im Laufe des Jahres ihre Ämter an ihre Nachfolgerin Birgit Hebein übergeben. Hebein war bei einer parteiinternen Abstimmung im November zur neuen Spitzenkandidatin der Grünen für die nächste Wien-Wahl auserkoren worden.