Wien. (apa/dab) Wien stehen Tage des Protests bevor: Drei Demonstration finden in den kommenden Tagen statt. Den Anfang macht die wöchentliche Demo gegen die schwarz-blaue Regierung am Donnerstag, es folgen die Schülerproteste gegen die Klimapolitik am Freitag und eine Demo der Volkshilfe für Flüchtlinge und Menschenrechte. Es wird teils mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet, scharfe Kritik kommt von der Wiener Wirtschaftskammer.

Staus auf dem Margaretengürtel, der Linken Wienzeile sowie rund um die Sechshauser Straße erwartet der ÖAMTC am Donnerstag, wenn die Anti-Regierungsdemo "Es ist wieder Donnerstag" durch Wien zieht. Die Route führt ab 18.30 Uhr vom Margaretengürtel/Schönbrunner Straße über die Linke Wienzeile, Gumpendorfer Gürtel und Sechshauser Straße zum Auer-Welsbach-Park.

Am Freitag werden Schüler in 90 Ländern weltweit gegen die Klimapolitik ihrer Regierungen protestieren. Die internationalen Proteste wurden von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg ausgelöst. Sie begann im August 2018 damit, vor dem Parlament in Stockholm für einen stärkeren Einsatz Schwedens gegen den Klimawandel zu demonstrieren.

Mehrere Routen
geplant

In Wien werden die meisten Schüler am Heldenplatz erwartet, von dort soll ein Protestzug bei mehreren Ministerien vorbeigehen. Der Veranstalter hat dafür 1000 Teilnehmer angemeldet. Zudem wird es fünf kleinere Demos auf verschiedenen Routen geben.

Fixe Verkehrssperren sind keine geplant, laut der Wiener Polizei wird es allerdings zu Verkehrsbehinderungen kommen. "Wir empfehlen Autofahrern, am Freitag den innerstädtischen Bereich zu meiden", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer am Mittwoch.

Am Samstag folgt die Demonstration "#aufstehn gegen Rassismus" der Volkshilfe. Die Hilfsorganisation demonstriert gegen Sozialabbau und die schwarz-blaue Regierung. Die Demonstration beginnt um 14 Uhr beim Museumsquartier auf dem Platz der Menschenrechte. Es werden mehrere tausende Teilnehmer erwartet, der Protestzug führt durch die Innenstadt und soll am Karlsplatz sein Ende finden.

"Sollen wir die Innenstadt-Geschäfte gleich ganz zusperren?", ärgerte sich Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wiener Wirtschaftskammer. Neben der Versammlungsfreiheit gebe es auch ein Recht auf Erwerbsfreiheit: "Wenn Unternehmen ständig unerreichbar sind, kaufen Kunden aber woanders ein", so Tefelik. Er schlägt den Schwarzenbergplatz als alternativen Ort für Kundgebungen vor: "Dort gibt es hohe Aufmerksamkeit und zugleich eine wesentliche geringere Verkehrsbelastung."