Wien. Das neue Männchen für Panda-Weibchen Yang Yang im Tiergarten Schönbrunn steht fest: Es wird der 19 Jahre alte Yuan Yuan sein. Das Tier wurde am 23. August 1999 geboren und lebt derzeit in der chinesischen Panda-Station Dujiangyan des China Conservation and Research Center for the Giant Panda (CCRCGP), berichtete der Wiener Zoo am Donnerstag.

"Wir freuen uns sehr auf Yuan Yuan. Er passt vom Alter und von der Blutlinie gut zu Yang Yang und ist bereits mehrfacher Vater", sagte Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Mitte April soll Yuan Yuan ankommen. Der genaue Transporttermin stehe noch nicht fest. Die Besucher müssten sich aber ohnehin etwas gedulden: Das Panda-Männchen wird einige Zeit zur Quarantäne in der Innenanlage sein, hieß es in einer Aussendung des Tiergartens.

Haus in Quarantäne-Zeit geschlossen

Das Haus wird in diesem Zeitraum geschlossen sein, um ihm eine ruhige Eingewöhnung zu ermöglichen. Geplant ist, Yuan Yuan Ende Mai vorzustellen.

Der Tiergarten Schönbrunn hat eine sehr freundschaftliche und äußerst erfolgreiche Kooperation mit China. "Ergänzend zu den Gesprächen des Zoos haben wir nicht zuletzt beim großen Staatsbesuch mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz im Vorjahr die Unterstützung des Projekts zum Erhalt der Großen Pandas auch auf politischer Ebene bekräftigt", betonte die für den Tiergarten zuständige Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck erfreut.

Getrennte Anlagen für die Einzelgänger

Im Dezember 2016 ist das Panda-Männchen Long Hui im Alter von 16 Jahren verstorben. Er hatte ein bösartiges Gallengangskarzinom. 2003 sind Yang Yang und Long Hui von China nach Wien übersiedelt. Viermal haben sie für Nachwuchs gesorgt, zuletzt waren es sogar Zwillinge. Erwachsene Große Pandas sind Einzelgänger. Yang Yang und Yuan Yuan werden daher wie zuletzt auch Yang Yang und Long Hui getrennte Anlagen bewohnen, mit Geruchs- und Sichtkontakt. Nur in der Paarungszeit, üblicherweise im Frühjahr, werden sie aufeinandertreffen.

Die Großen Pandas sind Eigentum der Volksrepublik China und werden im Rahmen von Forschungskooperationen an Zoos geschickt. 2013 unterzeichneten der Tiergarten Schönbrunn und die China Wildlife Conservation Association den zweiten Zehn-Jahres-Vertrag, in dem Details wie Forschung, Unterstützung der Panda-Reservate und Infos zu den Tieren festgehalten sind. Dieser wurde nun mit den Details zu Yuan Yuan ergänzt, berichtete der Zoo. (apa)