Wien. Beispielloser Schritt des Vorsitzenden der österreichischen Bischofskonferenz: Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn kündigte am Freitag an, dass er sich im Mai einer Krebsoperation unterziehen muss.

Schönborn ging mit der Nachricht selbst bei der Pressekonferenz nach der Frühjahrstagung der Bischöfe an die Öffentlichkeit. Er ist an Prostatakrebs erkrankt.

Daher werde er im Mai nicht öffentlich auftreten. Die Operation sei aber "nicht so dramatisch".

Bei dem Pressegespräch betonte Schönborn, Österreichs Bischöfe stünden voll hinter Papst Franziskus beim Vorgehen gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche. In Österreich habe es seit 1945 rund 2000 Fälle gegeben, davon rund ein Drittel wegen sexueller Übergriffe. 27 Millionen Euro seien an Betroffene inzwischen freiwillig gezahlt worden.