Wien. Vom Donaukanal aus ist in Wien eine Taube zu sehen - was an sich noch nicht ungewöhnlich ist. Das Tier sitzt jedoch auf einem überdimensionalen Kinderastronauten. Es handelt sich dabei um das Sujet der heurigen Ringturmverhüllung, für die die bulgarische Künstlerin Daniela Kostova verantwortlich zeichnet. Der Titel ihres Werks lautet "Zukunftsträume".

Das Gebäude wird bereits zum zwölften Mal vom Wiener Städtischen Versicherungsverein künstlerisch ummantelt. Im Vorjahr hatte Gottfried Helnwein Hand angelegt.

4000 Quadratmeter Kunst

Ringturm

Die heurige Ringturmkünstlerin Daniela Kostova wurde 1974 in Sofia geboren und lebt in New York. "Die Ringturmverhüllung ist das größte und spektakulärste Projekt unseres Kunst- und Kulturengagements und steht für grenzüberschreitenden Dialog. Mit Daniela Kostova setzen wir unsere beeindruckende Reihe der Ringturmverhüllungen durch Kunstschaffende aus Zentral- und Osteuropa fort", zeigte sich Günter Geyer, der Vorstandsvorsitzende des Versicherungsvereins, dem Hauptaktionär der Vienna Insurance Group (VIG), erfreut.

Das Kunstwerk ist 4000 Quadratmeter groß. Insgesamt wurden 30 bedruckte Netzbahnen mit rund drei Metern Breite und bis zu 63 Metern Länge aufgebracht. Auf der zum Donaukanal gewandten Seite ist ein Kind zu sehen, das in einem Raumanzug steckt. Auf dem Helm sitzt eine weiße Taube - ein Vogel, der auf diversen Emblemen der Raumfahrt zu finden ist, wie betont wurde. Damit werde auf die Erfahrungswelt von Kleinkindern verwiesen, die ebenfalls von neuen Erkundungen geprägt ist. Auf der Rückseite ist ein Mobile mit fliegenden Himmelskörpern abgebildet.

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