Wien. Nach dem Schussattentat in Brigittenau, bei dem ein 13-jähriger unbeteiligter Bub und ein 36-jähriger Mann am Sonntagvormittag verletzt worden sind, werden immer mehr Details zu den Hintergründen des Falles bekannt. Offenbar war ein länger zurückliegender Streit des 36-Jährigen mit dem Täter in Serbien der Auslöser. Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger ging es dabei um Geld.

Bisher wurden fünf der rund zehn Zeugen der Tat befragt, neue Erkenntnisse gab es dabei nicht. Eine eingehende Befragung der beiden Opfer war bisher nicht möglich. Eidenberger zufolge wird nun europaweit nach einem silberfarbenen VW Passat mit Belgrader Kennzeichen gefahndet, den der Täter für die Flucht benutzt hat. Sichergestellt wurden auch zwei der zumindest vier Projektile. Dabei handelte es sich um die beiden Kugeln, mit denen der Schütze seinen Kontrahenten und den Buben getroffen hatte.

Kind ist
außer Lebensgefahr


Zeugen hatten am Sonntagvormittag die Polizei und die Rettung alarmiert. In der Pasettistraße, Höhe Hausnummer 29, seien soeben mehrere Schüsse gefallen, ein Bub liege getroffen auf dem Gehsteig.

Die Auseinandersetzung war in der Marchfeldstraße bei einer türkischen Bäckerei entstanden. Der Täter verfolgte seinen Kontrahenten und eröffnete noch in der Marchfeldstraße mit einer Pistole des Kalibers 6.35 das Feuer auf den Mann, der um Hilfe schrie. Er versuchte sich in Badeschlapfen Zickzack laufend in Sicherheit zu bringen.

Sein Verfolger gab mindest vier Schüsse ab, von denen einer den 36-Jährigen ins Gesäß traf. Unterdessen war der 13-jährige Bub mit seinen Eltern auf Fahrrädern in der Pasettistraße in Richtung Marchfeldstraße unterwegs und wurde im rechten Bauchbereich unter dem Rippenbogen von einem Projektil getroffen. Der Täter sprang unterdessen in den in der Pasettistraße geparkten Passat und flüchtete über die Marchfeldstraße,

Das Kind blieb auf dem Gehsteig liegen. Bereits Sonntagnachmittag gab das AKH bekannt, dass der Bub sich außer Lebensgefahr befand.