Doch nicht nur in Bezug auf das Alter erweist sich das Teilnehmerfeld des Laufes als vielfältig. Mittlerweile erlangte der drittgrößte Frauenlauf der Welt auch über die Grenzen Österreichs Bekanntheit. In den vergangenen Jahren hat sich der Anteil der internationalen Starterinnen verdoppelt, so Dippmann. Allgemein richte sich das Angebot an die breite Masse der Frauen. Egal ob internationale Top-Athletin oder Lauf-Anfängerin, ob Nordic Walkerin, Hobbyläuferin oder aktive Sportlerin - jede sei beim Frauenlauf willkommen. Anders als bei vielen anderen Laufveranstaltungen gibt es hier kein Zeitlimit.

Ab fünften März können sich die Läuferinnen auf der Website des Frauenlaufs für die Veranstaltung anmelden. Allerdings ist Eile geboten, denn in den vergangenen Jahren waren die Startplätze bereits nach wenigen Tagen ausverkauft, wie Dippmann betonte.

Neben der fünf oder zehn Kilometer langen Laufstrecke kann heuer auch ein fünf Kilometer langer Nordic Walking-Bewerb absolviert werden.

Gemeinsame Vorbereitung oft wichtiger als Wettbewerb selbst


Für viele der Teilnehmerinnen würde aber weniger der Wettkampf selbst im Vordergrund stehen, sondern vielmehr die Vorbereitung darauf. So formieren sich jährlich schon im Vorfeld zahlreiche Gruppen, um gemeinsam zu trainieren. Unterstützend dazu bietet der Veranstalter seit 20 Jahren sogenannte Frauenlauftreffs an 52 verschiedenen Standorten in ganz Österreich an. "Mit der Idee, einen eigenen Lauftreff für Frauen zu organisieren, wurde ich damals in der Laufszene belächelt", meinte Dippmann. "Zum ersten Training sind nur fünf Frauen gekommen - heute trainieren wir ab Anfang März alleine am Standort Prater mit 500 Läuferinnen und 23 Trainerinnen", freute sich die Organisatorin.

Drei dieser Sportlerinnen wurden für ein besonderes Ziel ausgewählt. Sie sollen die zehn Kilometer unter 40 Minuten laufen. Die drei Frauen, die bereits reichlich Marathonerfahrung haben, werden sich nun auf diese Distanz konzentrieren. Unterstützung erhalten sie durch die Wiener Sportordination, die ein gezieltes Training mit ihnen durchführen. Bereits zum Jahreswechsel wurde die erste Leistungsdiagnostik erstellt, seitdem absolvieren die drei ein wöchentliches Training von acht bis zehn Stunden, berichtete Sportwissenschafter Michael Koller.

Drei von 33.000 Läuferinnen, die fleißig für den Frauenlauf trainieren. Sie werden auch heuer wieder das Stadtbild prägen. Genauso wie die Turner, die Kampfsportler, die Hula-Hoop-Gruppen, die Rückwärts-Geher. Denn Laufen ist nicht der einzige, doch bei weitem der beständigste Fitnesstrend.