München. Der bayerische Landtag hat Markus Söder (CSU) am Dienstag erneut zum Ministerpräsidenten gewählt. Söder bekam 110 von 202 abgegebenen Stimmen, wie Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) bekannt gab. 89 Abgeordnete stimmten demnach gegen Söder, drei enthielten sich.

Eine Stimme weniger als anwesende Abgeordnete

Damit bekam Söder eine Stimme weniger, als Abgeordnete seiner Koalition anwesend waren. Die am Montag besiegelte Koalition von CSU und Freien Wählern verfügt über 112 der insgesamt 205 Mandate des neuen Landtags, 111 Abgeordnete von CSU und Freien Wählern nahmen an der Wahl teil.

Söder war im März mit den Stimmen der damaligen CSU-Alleinregierung erstmals bayerischer Regierungschef geworden. Nach hohen Stimmverlusten bei der Landtagswahl am 14. Oktober brauchte er einen Koalitionspartner.

Appell des fairen Umgangs

Söder sagte in einer Rede nach der Wahl, es sei gelungen, in kurzer Zeit eine stabile Regierung zu bilden. Er appellierte an die Mitglieder des von vier auf sechs Fraktionen gewachsenen Landtags, in der fünf Jahre dauernden Legislaturperiode fair miteinander umzugehen.

"Das Ringen um das Beste macht den Parlamentarismus stark, nicht das Verächtlichmachen des Anderen", sagte Söder. Die Abgeordneten sollten nicht nur das Negative herauskehren, sondern "ein bisschen optimistischer" an alle Themen herangehen.