Berlin. Mit guten Noten in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Bildung sowie hohem Lebensstandard und der stärksten Gleichstellungsgesetzgebung bietet Norwegen die besten Lebensbedingungen für Frauen. Das hat eine Analyse der Wohnungs-Suchmaschine Nestpick ergeben, bei der Daten zu Gleichstellung, Gesetzgebung, Infrastruktur und Arbeit in hundert Ländern ausgewertet wurden. Österreich liegt auf Platz neun.

Im Rahmen der Recherche wurden außerdem Journalistinnen dazu befragt, wie sie das Leben von Frauen in ihrem Land einschätzen würden und welche Faktoren für sie die bedeutendsten sind. Hier wurden Sicherheit, Bildung und Gesundheit als die wichtigsten ausgewählt. Darüber hinaus wurde der "Equal Pay Day" berechnet. Dabei handelt es sich um den Tag, an dem Frauen aufgrund des Lohnunterschieds im Grunde bis zum Jahresende gratis arbeiten. Kamerun weist übrigens bei der Einkommensdifferenz minus 5,80 Prozent auf - ein Hinweis darauf, dass Frauen dort mehr verdienen als Männer.

Island schnitt insgesamt als bestes Land für Frauen in der Arbeitswelt ab, vor Singapur und Schweden. Norwegen liegt bei der Gleichstellung an der Spitze, gefolgt von Schweden und Neuseeland. Bei der Gesetzgebung liegt Estland vorn, vor der Slowakei und Ungarn. Island liegt an erster Stelle bei der Frauenrechte-Wertung, gefolgt von Neuseeland und Frankreich. Norwegen bietet den höchsten Lebensstandard, vor Irland und Singapur. Den höchsten Bildungswert der Analyse erreichte Australien, gefolgt von Island und Neuseeland.

Den höchsten Anteil an Frauen in der Politik - Positionen in Ministerien und Parlamenten - weist Ruanda mit 54,35 Prozent auf, gefolgt von Schweden und Frankreich. Namibia hat mit 48,6 Prozent die höchste Quote an Frauen in Management-Positionen, vor Lettland und Panama.