London. Der britische Ex-Außenminister Boris Johnson hat nach einem Zeitungsbericht die Franzosen wegen ihrer harten Haltung im Brexit-Streit als "scheiße" beschimpft.

Das Filmmaterial mit der Aussage des Favoriten für das Amt des Premierministers sollte eigentlich in einer Dokumentation des britischen Senders BBC gesendet werden, sei dann aber auf Bitten des britischen Außenministeriums wieder herausgeschnitten worden, berichtete die Zeitung "Daily Mail" am Freitag.


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Artikel in der "Daily Mail": Boris laughs off claims he called the French 'turds' in Brexit documentary censored by the BBC
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Die Aufnahme stammte demnach aus der Zeit des Brexit-Hardliners im britischen Außenministerium. Das Ministerium habe sich an die BBC gewandt und unter Verweis auf die möglichen Folgen für die britisch-französischen Beziehungen darum geben, das Material nicht zu senden, berichtete das Blatt. Die BBC erklärte, das Produktionsteam der Anfang des Jahres ausgestrahlten Dokumentation "Inside the Foreign Office" ("Hinter den Türen des Außenministeriums") habe "entschieden", was es senden wolle, und sei mit dem Resultat "zufrieden".

"Keine Erinnerung"

Johnson äußerte sich zu dem Bericht während einer Wahlkampfveranstaltung im Südwesten Englands am Freitag. Dort sagte der Ex-Außenminister, er habe "keine Erinnerung" an eine derartige Äußerung.

Der 55-Jährige gilt als Favorit im Rennen um den Posten des Parteichefs der konservativen Tories und damit für den des Premierministers. Gegen den amtierenden Außenminister Jeremy Hunt tritt er in einer Urwahl der Tory-Parteibasis an. (apa/afp)