Die irische Politikerin Mairead McGuinness wird erste Vizepräsidentin des EU-Parlaments. - © Creative Commons, GNU Free Documentation License
Die irische Politikerin Mairead McGuinness wird erste Vizepräsidentin des EU-Parlaments. - © Creative Commons, GNU Free Documentation License

Straßburg. Die der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) angehörende Europaabgeordnete Mairead McGuinness ist am Mittwoch erneut zur ersten Vizepräsidentin des EU-Parlaments gewählt worden. McGuinness erhielt 618 Stimmen.

Der ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas ist am Mittwoch in Straßburg zu einem der 14 Vizepräsidenten des Europaparlaments gewählt. ÖVP-Chef Sebastian Kurz bezeichnete Karas als starke Stimme für ein starkes Österreich in einem starken Europa. Der erste Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka würdigte die Erfahrung von Karas.

Der Europaabgeordnete der Volkspartei ist bereits zum zweiten Mal zu einem der Vizepräsidenten bestellt worden. Diesmal erhielt er 477 der 751 Abgeordnetenstimmen.

Er wolle sich dafür einsetzen, dass bei jeder Entscheidung auf europäischer Ebene das Europaparlament an Bord ist, betonte er. Karas sprach von einer Weggabelung. Die liberale Demokratie sei gefährdet. Dies liege an neuen Formen des Autoritarismus, neuen Formen der Kommunikation, dem Erstarken des Populismus sowie den "Hinterzimmermauscheleien der EU-Staats- und Regierungschefs". Kritisch äußerte er sich über das nicht beim EU-Gipfel berücksichtigte Spitzenkandidatenmodell bei der Nominierung des EU-Kommissionspräsidenten.