Brüssel. Die Bevölkerung der Europäischen Union ist mit 1. Jänner auf fast 513,5 Millionen gewachsen, verglichen mit 512,4 Millionen im Vorjahr. In Österreich stieg die Gesamtbevölkerung auf 8,8588 Millionen gegenüber 8,8223 im Vorjahr, wie Eurostat am Mittwoch mitteilte.

Im Jahr 2018 wurden in der EU insgesamt mehr Sterbefälle als Geburten registriert (5,3 Millionen Sterbefälle und 5,0 Millionen Geburten), was bedeutet, dass die natürliche Veränderung der EU-Bevölkerung ein zweites Jahr in Folge negativ war. Die Bevölkerungsveränderung von plus 1,1 Millionen Einwohnern war deshalb durch den Wanderungssaldo bedingt.

In Österreich standen im Jahr 2018 rund 85.500 Geburten 84.000 Sterbefällen gegenüber. Die natürliche Veränderung betrug somit plus 0,2 Prozent. Unter Einbeziehung von Migration wuchs Österreich Bevölkerung um 4,1 Prozent.

- © M. Hirsch
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Mit 83 Millionen Einwohnern (beziehungsweise 16,2 Prozent der gesamten EU-Bevölkerung) ist Deutschland der bevölkerungsreichste Mitgliedstaat vor Frankreich (67 Millionen beziehungsweise 13,1 Prozent), Großbritannien (66,6 Millionen und damit 13 Prozent), Italien (60,4 Millionen beziehungsweise 11,8 Prozent), Spanien (46,9 Millionen, 9,1 Prozent) und Polen (38,0 Millionen, 7,4 Prozent).

2018 fast 118.000 weniger Geburten als im Vorjahr

Von den übrigen EU-Mitgliedstaaten haben vierzehn einen Anteil von zwischen einem und vier Prozent an der EU-Bevölkerung und acht einen Anteil von unter einem Prozent. Österreichs Anteil an der EU-Bevölkerung beträgt rund 1,7 Prozent.

Im Jahr 2018 wurden in der EU 5,0 Millionen Kinder geboren, das sind fast 118.000 weniger als im Vorjahr. Betrachtet man die einzelnen EU-Staaten, wurden die höchsten Geburtenraten in Irland, Schweden, Frankreich und Großbritannien registriert, während sie in Italien, Spanien, Griechenland, Portugal, Finnland, Bulgarien und Kroatien am niedrigsten waren. Auf EU-Ebene - ebenso wie in Österreich - lag die Geburtenziffer bei 9,7 je 1000 Einwohner.

Eurostat veröffentlichte am Mittwoch auch eine Prognose für die Bevölkerungsentwicklung in der Europäischen Union bis 2100. Demnach soll die Einwohnerzahl zwischen 1. Jänner 2018 und 1. Jänner 2100 um fast vier Prozent beziehungsweise 20 Millionen Menschen zurückgehen. Es wird erwartet, dass die Bevölkerung der EU nach Jahren des beständigen Wachstums im Jahr 2044 einen Höchststand von 525 Millionen erreichen und danach auf 492,9 Millionen absinken wird. Österreich soll laut der Vorausberechnung 2100 mit rund 9,8 Millionen Menschen mehr Einwohner haben als heute.