Brüssel. Die Menschen in Europa machen sich noch immer mehr Sorgen wegen der Zuwanderung als wegen des Klimawandels. Laut jüngst veröffentlichten Umfrageergebnissen zählten zuletzt 34 Prozent der Europäer die Einwanderung zu den zwei größten Problemen, denen die EU gegenübersteht. Der Klimawandel wurde hingegen nur von 22 Prozent der Bürger genannt.

Die für die Umfrage zuständige EU-Kommission weist allerdings darauf hin, dass das Problembewusstsein für den Klimawandel zuletzt stark gestiegen ist. Die Erderwärmung lag demnach noch im Herbst 2018 nur auf Platz fünf der Problemrangliste - hinter Themen wie der wirtschaftlichen Lage oder dem Terrorismus. Nach den jüngsten Zahlen der sogenannten Eurobarometer-Umfrage steht sie nun erstmals auf Rang zwei hinter der Zuwanderung.

 Vertrauen in EU groß

Das europaweite Ergebnis entspricht dabei in etwa dem in Deutschland. Von den in Bundesrepublik für die Umfrage befragten Menschen nannten 37 Prozent die Zuwanderung als eines der zwei wichtigsten Probleme (EU gesamt 34 Prozent), der Klimawandel wurde von 31 Prozent (EU gesamt 22 Prozent) angegeben. In Österreich sehen nur 28 Prozent die Einwanderung als Problem und nur 22 Prozent den Klimawandel.

Positiv hebt die EU-Kommission hervor, dass das Vertrauen in die EU nach den jüngsten Umfragedaten so groß ist wie seit 2014 nicht mehr. Die Unterstützung für die Wirtschafts- und Währungsunion und für den Euro sei sogar auf ein neues Rekordhoch gestiegen, hieß es. (apa/dpa)