Berlin. CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich für die Bildung einer sogenannten Kenia-Koalition aus SPD, CDU und Grünen in Brandenburg stark gemacht. Nach dem Rücktritt des CDU-Landeschef Ingo Senftleben sagte Kramp-Karrenbauer am Sonntag im ARD-Sommerinterview, dieser habe den Weg zu einer "stabilen Regierungsbildung" frei gemacht.

"Alle, die in Brandenburg Verantwortung tragen, müssen wissen, dass von ihrem Verhalten abhängt, ob es eine stabile Brandenburg-Koalition der Mitte gibt oder rotrotgrün." Hintergrund ist, dass es Kritik in der CDU Brandenburg an einer Koalition mit der SPD und den Grünen gibt. Die Zusammensetzung der Landesregierung hat auch Bedeutung für die Machtverhältnisse im Bundesrat. Bei der vergangenen Landtagswahl in Brandenburg hatte die extrem rechte AFD zwar zugelegt, allerdings nicht ganz so stark wie in Sachsen abgeschnitten. Die extrem rechte Partner-Partei der FPÖ ist in Deutschland aktuell von den übrigen Parteien weitestgehend isoliert. (apa/red)