Sollte das in Wien ansässige, von Saudi-Arabien finanzierten "König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog" (KAICIID) tatsächlich geschlossen werden, gibt es nach Worten des Generalsekretärs Faisal Bin Abdulrahman Bin Muaammar einen "Plan B". Das sagte Muaammar am Rande einer vom KAICIID organisierten Konferenz zu Hassrede zur APA.

Wie ein solcher "Plan B" aussehen würde, sagte Muaammar nicht. "Ja, wir sind mit politischen Schwierigkeiten konfrontiert", aber grundsätzlich wolle er nicht über eine Schließung bzw. das Wort "schließen" sprechen, betonte der Generalsekretär zuvor im Rahmen einer Pressekonferenz. Der Nationalrat hatte sich im Juni in einer Entschließung mehrheitlich für einen Ausstieg Österreichs aus der derzeit am Wiener Schottenring ansässigen internationalen Organisation ausgesprochen.

Kein "Teil einer innenpolitischen Debatte"

Österreich sei er für die Unterstützung sehr dankbar, sagte der saudi-arabische Diplomat. Und: "Wenn man an Dialog glaubt, ist die Tür immer offen", meinte er. Das 2012 von Österreich, Saudi-Arabien und Spanien gegründete Zentrum wolle aber nicht "Teil einer innenpolitischen Debatte sein". "Unser Business ist der Dialog und nicht, uns in die Politik anderer Länder einzumischen." Das KAICIID "wachse und expandiere" jedenfalls, ließ Muaammar wissen, ohne Details zu nennen.