Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat sich für die Einführung eines EU-weit verpflichtenden Meldesystems für Hunde und Katzen ausgesprochen. Die Abgeordneten stimmten am Dienstag nahezu einstimmig für einen Text, der darauf abzielt, den illegalen Handel mit Haustieren einzudämmen. Helfen sollen dabei auch strengere Regeln für Züchter, Händler und Tierärzte.

Zudem sollen Menschen ermutigt werden, Tiere aus Tierheimen aufzunehmen, anstatt sie zu kaufen. Die EU-Parlamentarier unterstrichen, dass der illegale Handel mit Haustieren nicht nur Tier- und Verbraucherschutzstandards unterlaufe, "sondern sich auch zu einer Einnahmequelle des organisierten Verbrechens entwickelt hat". Ein besonderes Problem stelle der Handel mit Tieren im Internet dar.

Die Mitglieder des Umweltausschusses sprachen sich dafür aus, den Text dem Plenum des Parlaments im Februar zur Abstimmung vorzulegen. Die EU-Kommission soll so dazu bewegt werden, entsprechende Gesetzesinitiativen zu erarbeiten. In der Regel hält sich das Plenum im Europaparlament an das Abstimmungsverhalten der Ausschüsse. (apa/afp)