Ein Ausflug ans adriatische Meer: Für Österreicher ist dies zwar schon seit einigen Tagen möglich, da sowohl Italien als auch Kroatien ihre Grenzen wieder geöffnet haben. Doch für die Rückreise gibt es noch immer Hürden. Es gilt nämlich, einen negativen Corona-Test vorzuweisen oder sich in 14-tägige Quarantäne zu begeben.

Diese Vorgabe wollen die Österreicher aber schon bald aufheben. Zumindest für Kroatien-Urlauber sollen die Beschränkungen ab 16. Juni fallen. Was Außenminister Alexander Schallenberg am Mittwoch an einem runden Tisch mit Regierungskollegen fixieren möchte, hat der kroatische Premierminister Andrej Plenkovic bereits am Dienstag per Kurznachrichtendienst Twitter nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündet: "Wir haben vereinbart, dass die österreichische Regierung morgen eine Entscheidung zur Aufhebung von Restriktionen für Personenverkehr zwischen Kroatien und Österreich ab Mitte Juni treffen wird."

Dass Wien bei der Grenzöffnung gegenüber manchen Staaten zögerlicher als bei anderen war, hatte zuerst in Ljubljana und später in Zagreb für Unmut gesorgt. Und aus Rom kamen überhaupt Warnungen vor einer "Diskriminierung". Italien hatte im Nachbarland die größte Skepsis zu zerstreuen.

Das dürfte mittlerweile aber gelungen sein. Dem Vernehmen nach wird Österreich ab 16. Juni offene Grenzen für Einreisende aus mehr als zwei Dutzend europäischen Staaten haben - darunter neben Griechenland eben auch Italien. Schweden hingegen dürfte sich nicht auf der Liste befinden.

Italien selbst erlaubt seit einer Woche den Bürgern aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz die freie Einreise. Kroatien hat ebenfalls bereits Beschränkungen für mehrere Länder - wie Österreich - aufgehoben.

Die nicht zuletzt bei Österreichern und Deutschen beliebten Urlaubsländer haben parallel dazu Druck in der EU gemacht, die Grenzen rasch wieder zu öffnen. Sowohl in Italien als auch in Kroatien trägt Tourismus wesentlich zur Wirtschaftsleistung bei. In Kroatien kommen im Ranking der ausländischen Gäste Österreicher an dritter Stelle.

Grenzbalken gehen hoch

Auch andere Länder Europas lassen die Grenzbalken wieder hochgehen. So hebt Griechenland ab Anfang Juli alle Restriktionen gegenüber Italien auf. Bis Ende Juni sind nur Reisen in einige italienische Regionen erlaubt. Für die norditalienischen Gebiete Emilia Romagna, Lombardei, Piemont und Venetien gelten Beschränkungen.

Die Slowakei wiederum kündigte an, ab Mittwoch die Einreisen aus 16 zusätzlichen Staaten ohne Hürden zu erlauben. Zusätzlich zu Tschechien, Ungarn und Österreich kommen nun unter anderem Deutschland, Liechtenstein, die Schweiz, Slowenien, Kroatien, Bulgarien und Griechenland hinzu. (czar/apa)