Die EU-Landwirtschaftsminister treffen sich am Montag erstmals seit Beginn der Coronakrise in Brüssel, um unter anderem die Lage auf dem Agrarmarkt und insbesondere den aktuellen Verfall des Schweinefleischpreises zu besprechen. Österreich wird dabei von Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) vertreten, hieß es aus Brüsseler Ratskreisen.

Der Landwirtschaftssektor hat sich während der Coronakrise als krisenfest erwiesen. Der Preisverfall bei Schweinefleisch von rund acht Prozent ist jedoch auf die Pandemie zurückzuführen. Infolge des massiven Corona-Ausbruchs bei Tönnies, dem größtem Schlachtbetrieb des EU-Ratsvorsitzlandes Deutschlands, hat China einen Importstopp verhängt, woraufhin das Schweinefleisch in Europa geblieben und die Preise gesunken seien.

Die Minister werden am Montag auch einen Gedankenaustausch über die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) führen, hieß es am Donnerstag. Der deutsche Ratsvorsitz will dem Vernehmen nach im Herbst eine allgemeine Ausrichtung erzielen, was bedeutet, dass bis dahin große Fortschritte zu machen sind.

Auch die "Vom Hof auf den Tisch"-Strategie, die die Europäische Kommission als Teil des Klimaschutzplanes "Green Deal" vorgestellt hat, kommt aufs Tapet. Deren Ziel ist es, die Lebensmittelsysteme in Europa nachhaltiger zu gestalten. (apa)