Die Pharmakonzerne Sanofi und GlaxoSmithKline (GSK) haben sich vertraglich mit der EU-Kommission auf die Lieferung eines möglichen Corona-Impfstoffes geeinigt. Das Abkommen über die Lieferung von bis zu 300 Millionen Dosen wurde am Freitag besiegelt, wie Sanofi in Paris mitteilte. Voraussetzung ist, dass der Impfstoff nach der laufenden klinischen Testphase auch eine Zulassung erhält.

Kauf erfolgt durch EU-Länder

Ein ähnliches Abkommen war bereits zwischen der EU und AstraZeneca besiegelt worden. Hier geht es um bis zu 400 Millionen Dosen. Gekauft werden die Impfstoffe dann von den EU-Ländern. Die Europäische Kommission finanziert den Produzenten einen Teil der Investitionskosten.

Die Kooperationspartner Sanofi und GSK haben auch mit den USA und Großbritannien Vereinbarungen abgeschlossen. Im Fall der Vereinigten Staaten geht es um ein Vertragsvolumen von 2,1 Milliarden Dollar für die Lieferung von 100 Millionen sowie für eine Option auf weitere 500 Millionen Dosen, im Fall Großbritanniens um 60 Millionen Dosen.

Brüssel will rasche Tests

Laut EU-Kommission sollen Corona-Tests von der ersten Anfrage bis zum Ergebnis  nicht länger als 24 Stunden dauern, damit Kontakte sinnvoll nachverfolgt werden können. Ihre Empfehlungen für eine gemeinsame Teststrategie legte die Brüsseler Behörde am Freitag den EU-Staaten vor.

Die Bevölkerung solle leichten Zugang zu Teststellen haben, betont die Kommission. Es müsse Priorität sein, alle Fälle von Covid-19-ähnlichen Symptomen zu testen. Möglichst solle gleichzeitig auf das Coronavirus, Grippe und andere Atemwegsinfekte untersucht werden.