Beim Referendum über eine Reform zur Reduzierung der Parlamentarieranzahl in Italien bahnt sich ein klarer Sieg des "Ja" an. Laut Nachwahlbefragungen des Meinungsforschungsinstituts "Opinio Italia", die am Montag nach Schließung der Wahllokale vom öffentlich-rechtlichen Sender RAI veröffentlicht wurden, setzte sich das "Ja" zur Reform zur Verkleinerung des Parlaments mit rund 60 bis 64 Prozent durch. Für die Gültigkeit der Volksbefragung ist kein Quorum notwendig.

Nur noch 600 Parlamentarier

Gegen die Verkleinerung des Parlaments stimmten demnach zwischen 36 und 40 Prozent der Wähler. Beim Referendum zur Bestätigung der Reform zur Verkleinerung des Parlaments mussten die Italiener entscheiden, ob die Zahl der Parlamentarier in Italien von 945 auf 600 reduziert wird.

Die Reform war bereits in vier Abstimmungen mit großer Mehrheit vom Parlament gebilligt worden. Ziel der Reform ist es, die Arbeit im italienischen Parlament effizienter zu gestalten. Die Reform ist ein Hauptpunkt im Programm der regierenden Fünf Sterne-Bewegung.

Niederlage für Salvini?

Bei den Regionalwahlen in Italien, zu denen am Sonntag und Montag 18 Millionen Italiener aufgerufen waren, dürfte die rechte Lega um Ex-Innenminister Matteo Salvini den Durchbruch in der linken Hochburg Toskana nicht geschafft haben. Laut Nachwahlbefragungen des Meinungsforschungsinstituts "Opinio Italia", die vom öffentlich-rechtlichen Sender RAI veröffentlicht wurden, liegt der sozialdemokratische Kandidat Eugenio Giani mit rund 43 bis 47 Prozent der Stimmen vorn.

Hart umkämpft ist auch die süditalienische Region Apulien, in der es laut Nachwahlbefragungen zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem scheidenden sozialdemokratischen Präsidenten Michele Emiliano und dem Mitte-Rechts-Kandidaten Raffaele Fitto kommt.