Die Umweltorganisation Greenpeace fordert auf EU und nationaler Ebene mehr öffentliche Werbegelder für pflanzliche Produkte. Das Gros der EU-Werbegelder sei in Kampagnen geflossen, die zum Ziel hatten, den Konsum von tierischen Produkten zu steigern oder den Rückgang des Fleisch- und Milchkonsums in Europa umzukehren, so Greenpeace in einer Aussendung. Ein Überkonsum von Fleisch habe nicht nur gesundheitliche Folgen, sondern sei auch für das Klima und die Umwelt schädlich.

Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, müsse die EU "die hohen Emissionen des Lebensmittelsystems bzw. den viel zu hohen Fleischkonsum" reduzieren, so die Umweltschützer. Greenpeace hat in einem aktuellen Bericht ausgewertet, wie viel öffentliches Geld durch die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten für die Bewerbung landwirtschaftlicher Produkte in den Jahren 2012 bis 2016 ausgeben wurde.

32 Prozent des mit 776 Mio. Euro dotierten Werbebudgets habe die Europäische Kommission zwischen 2012 und 2016 für die Bewerbung von Fleisch- und Milchprodukten ausgegeben, geht aus dem Greenpeace-Bericht hervor. 19 Prozent bzw. 146 Mio. Euro des Werbeetats seien für Kampagnen für rein pflanzliche Produkte verwendet worden. Österreich erhielt laut Greenpeace in dem Zeitraum rund sechs Mio. Euro aus dem EU-Werbetopf für agrarische Produkte und verwendete 45 Prozent der Förderungen für die Bewerbung von tierischen Produkten. (apa)