Wien. Das Reisen in Mitteluropa soll bald wieder einfacher werden. Das hat Außenminister Alexander Schallenberg bei einem Treffen der sogenannten Central Five (C5) - Österreich, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn - mit seinen Amtskollegen besprochen.

Es sei laut Schallenberg äußerst wichtig, so viel Normalität wie nur möglich noch vor dem Sommer ins Leben der Bürger zu bringen. Das Eingangstor in diese Normalität seien Zertifikate und Vakzinierung. Österreich unterstütze voll den europäischen "Grünen Pass", doch zuvor seien bilaterale Vereinbarungen notwendig, da dies die Bürger von ihren Regierungen erwarten würden. Denn im 21. Jahrhundert ist "Mobilität kein Luxus" mehr, sondern Notwendigkeit, unterstrich Schallenberg.

Dem stimmte in Bratislava auch der slowakische Gastgeber Ivan Korcok zu. "Im vergangenen Jahr haben alle unsere Länder ein Leben wie auf einer Schaukel durchgemacht," sagte er. Zuerst wurden in Folge der Pandemie-Welle Wirtschaften und Grenzen geschlossen, dann mit viel Hoffnung wieder geöffnet, um sie dann erneut zu schließen. "Heute stehen wir erneut vor einer Öffnung und hoffen, diese wird definitiv sein," meinte Korcok.

Alle C5-Länder sind EU-Mitglieder, für alle sei daher äußerst wichtig, so bald wie möglich sicher innerhalb der EU reisen zu können. Er hoffe, dass der EU-weite Grüne Pass, spätestens bis Ende Juni funktionsfähig ist, so Korcok. Bis dahin bedarf es aber regionaler und bilateraler Übereinkommen, die gegenseitiges Anerkennen von Impf-Zertifikaten durch einzelne Länder ermöglichen.

Auch der ungarische Ressortchef Peter Szijjarto hat sich für bilaterale Reise-Vereinbarungen zwischen den einzelnen Ländern ausgesprochen. Ebenso hat der slowenische Ressortchef Anze Logar bestätigt, dass sein Land offen sei für gegenseitige Anerkennung von Impf-Zertifikaten.