Aus Sorge vor der Delta-Variante des Coronavirus verschärfen Tschechien und die Slowakei ihre Einreisebestimmungen. Nach den Plänen der Regierung in Prag müssen vom 9. Juli an alle Reisenden ein Online-Meldeformular ausfüllen, wie ein Sprecher am Freitag bestätigte. Wer nicht vollständig geimpft ist, muss zudem einen negativen PCR-Test vorlegen, unabhängig davon, aus welchem Land er kommt. Die Einzelheiten der neuen Regelung waren noch nicht bekannt.

Die Slowakei wiederum führt ab 9. Juli für alle Ungeimpften eine 14-tägige Quarantäne ein, wie aus einer neuen Verordnung der Regierung des EU-Mitgliedstaats hervorgeht. Das gilt unabhängig vom Herkunftsland. Frühestens am fünften Tag ist ein Freitesten möglich. Reisende, die seit mindestens 14 Tagen einen vollständigen Impfschutz haben, sind von der Quarantäne allerdings ausgenommen

Auf diesen Zeitraum bezieht sich auch eine wichtige Änderung in Tschechien. Dort gilt man nun erst zwei Wochen nach Verabreichung aller notwendigen Covid-19-Impfstoffdosen - also in der Regel nach dem zweiten Stich - als vollständig geimpft. Bisher war dies bereits drei Wochen nach der ersten Injektion der Fall.

Infektionszahlen niedrig

Die tschechische Regierung wälzt einen Teil der Kontrollpflichten künftig auf die Arbeitgeber ab. Die Unternehmen sollen kontrollieren, ob Arbeitnehmer nach der Rückkehr aus dem Auslandsurlaub die Testpflichten befolgen. Wer sich nicht daran halte, dürfe nicht an den Arbeitsplatz zurückkehren, hieß es.

Die Corona-Zahlen in Tschechien sind niedrig. Innerhalb von sieben Tagen steckten sich nachweislich acht Menschen je 100.000 Einwohner mit dem Virus an. Doch ist die Reproduktionszahl, die angibt, wie viele Menschen eine mit dem Coronavirus infizierte Person im Schnitt ansteckt, nach Behördenangaben auf knapp 1,3 gestiegen.