Der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis übernimmt im kommenden Jahr zusätzlich das Amt des Bundespräsidenten. Die beiden Parlamentskammern wählten den Minister aus dem Kanton Tessin am Mittwoch in Bern erwartungsgemäß in das Amt. Er bekam 156 von 197 gültigen Stimmen. Cassis (60) löst Wirtschaftsminister Guy Parmelin ab, der die Eidgenossenschaft 2021 präsidierte. Die sieben Mitglieder der Schweizer Bundesregierung wechseln sich jedes Jahr im Amt des Präsidenten ab.

Der Präsident übernimmt repräsentative Aufgaben und leitet die Kabinettssitzungen. Die Amtsinhaber bleiben gleichzeitig Fachminister. Cassis tritt sein Amt am 1. Jänner 2022 an. Als Vizepräsident wurde Innen- und Gesundheitsminister Alain Berset gewählt, der das Präsidentenamt damit im Jahr 2023 übernehmen dürfte. (apa/dpa)