Der Andrang von Flüchtlingen aus der Ukraine ist an der österreichisch-ungarischen Grenze im Burgenland weiter überschaubar. Nach Angaben der Landespolizeidirektion reisen täglich rund 3.000 Menschen ins Burgenland ein, von denen 80 Prozent in andere Länder weiterfahren, wo sie bei Freunden oder Verwandten unterkommen wollen. Eine Delegation des UNHCR machte sich am Freitag am Grenzübergang Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) ein Bild von der Lage.

Derzeit werden laut Polizei weiter Maßnahmen vorbereitet, für den Fall, dass sich die Situation an der Grenze zuspitzt. Ziel sei es, für einen "professionellen und geregelten Ablauf an der Grenze zu sorgen". Im Austausch mit der Delegation des UNHCR unter der Leitung von Birgit Einzenberger erörterte Landespolizeidirektor Martin Huber deshalb die praktischen Probleme, die sich für die Flüchtenden und die Behörden ergeben könnten - abhängig von der Dauer und dem weiteren Verlauf des Krieges in der Ukraine.