Zwei Tage vor Beginn des Nato-Gipfels in Madrid sind in der spanischen Hauptstadt Tausende Menschen gegen das Treffen der Militärallianz auf die Straße gegangen. Begleitet von zahlreichen Polizisten zogen die Demonstranten am Sonntag durch die Innenstadt und riefen in Sprechchören "Nein zum Krieg, nein zur Nato". Auf ihren Plakaten stand "Frieden schaffen, nicht Krieg" oder "Genug Militärausgaben, gebt das Geld Schulen und Krankenhäusern".

An der Demonstration nahmen nach Behördenangaben 2.200 Menschen teil, nach Angaben der Organisatoren waren es 30.000. Unter den Teilnehmern waren linke Aktivisten, Globalisierungsgegner, Umweltschützer, Feministinnen, Kommunisten und Anhänger von Bewegungen wie Fridays for Future und Extinction Rebellion. Minister der linken Podemos-Partei, die an der Regierung von Ministerpräsident Pedro Sánchez beteiligt ist, wurden bei der Demonstration nicht gesichtet. Lediglich der Staatssekretär Enrique Santiago von den Kommunisten nahm daran teil.

Ukraine im Fokus

Der Nato-Gipfel beginnt am Dienstagabend mit einem Abendessen beim spanischen König Felipe VI. und dauert bis Donnerstag. Neben Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg nehmen insbesondere US-Präsident Joe Biden, der deutsche Kanzler Olaf Scholz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Boris Johnson an dem Treffen teil. Das wichtigste Thema wird der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sein.