Am Montag und Dienstag findet im schweizerischen Lugano eine Wiederaufbau-Konferenz für die Ukraine statt. Die Regierung des kriegszerstörten Landes will dabei erstmals ihre Prioritäten für den Aufbauprozess präsentieren. An dem Treffen nehmen rund 40 potenzielle Geberländer ebenso wie internationale Organisationen und Finanzinstitutionen teil. Bereits im Vorfeld traf sich Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky (ÖVP) mit dem ukrainischen Vize-Premier Mychajlo Fedorow.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Unterstützungen für die Ukraine bei der digitalen Infrastruktur und das ukrainische Leitprojekt "Diia", das es der Bevölkerung ermöglichen soll, staatliche Dokumente vollständig digital zu nutzen und die Verwaltung auch während des Krieges aufrecht zu halten. "Die digitale Infrastruktur in der Ukraine konnte in beeindruckender Art und Weise aufrecht gehalten werden, jedoch gibt es viele Bereiche, wo die Ukraine Unterstützung benötigt, wie externe Datencenter oder der Wiederaufbau und die Verstärkung der fixen Breitband-Struktur. Hier wird Österreich bestmöglich unterstützen," erklärte Tursky nach dem Meeting mit Fedorow. Am Dienstag wird dann Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) an der Konferenz teilnehmen.

Konferenz 2023 in Großbritannien

Die Konferenz für den Wiederaufbau der Ukraine wird 2023 Großbritannien ausrichten. "Wir haben die Ukraine während des Krieges federführend unterstützt und werden auch in Zukunft den Wiederaufbau- und Entwicklungsplan der ukrainischen Regierung federführend unterstützen", sagt die britische Außenministerin Liz Truss. Der Wiederaufbau der Ukraine werde ein Symbol für die Macht der Demokratie über die Autokratie sein. Er werde dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor Augen führen, "dass seine Versuche, die Ukraine zu zerstören, nur zu einer stärkeren, wohlhabenderen und geeinteren Nation geführt haben." (apa)