Ein russisches Militärflugzeug ist im Südwesten Russlands über einem Wohngebiet abgestürzt. Die Maschine stürzte über der Stadt Jejsk nahe der Grenze zur Ukraine ab, wie russische Nachrichtenagenturen am Montag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau meldeten. Die Maschine vom Typ Suchoi-34 sei in den Hof eines Wohnkomplexes gestürzt, der Treibstoff des Flugzeugs sei in Brand geraten, erklärte das Ministerium den Agenturen zufolge. Der Absturz dürfte zumindest 13 Menschen das Leben gekostet haben, der Pilot konnte sich offenbar per Schleudersitz retten.

In Online-Netzwerken veröffentlichte Bilder zeigten ein brennendes Wohngebäude. Das Feuer habe auf ein Wohngebäude übergegriffen, in dem fünf von neun Stockwerken mit einer Fläche von etwa 2.000 Quadratmetern in Flammen stünden, zitierten die Agenturen das russische Katastrophenschutzministerium. Die Piloten des Kampfflugzeugs konnten sich laut Verteidigungsministerium mit dem Schleudersitz retten. Demnach handelte es sich um einen Übungsflug.

Der Gouverneur der russischen Region Krasnodar, Benjamin Kontradtijew, erklärte, dass "alle Feuerwehr- und Rettungseinheiten der Region damit beschäftigt sind, das Feuer zu löschen". Jejsk liegt im Norden der russischen Region Krasnodar am Asowschen Meer. Auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht liegt die ukrainische Stadt Mariupol, die in den ersten Monaten der russischen Offensive durch Bombenangriffe und eine lange Belagerung verwüstet wurde.