Der neue britische Finanzminister Jeremy Hunt will einem Zeitungsbericht zufolge das Budgetloch mit Maßnahmen in Höhe von mindestens 60 Milliarden Pfund stopfen. Hunt plane, am 17. November Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen im Umfang von bis zu 60 Milliarden Pfund (68,4 Milliarden Euro) vorzustellen, darunter mindestens 35 Milliarden Pfund (39,9 Milliarden Euro) an Kürzungen, berichtete "The Guardian" am Sonntag unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Demnach soll auch eine Entscheidung, ob die Sozialleistungen entsprechend der Inflation angehoben oder die Rentenanpassung geändert werden soll, voraussichtlich in den kommenden Tagen fallen. Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters erklärte das britische Finanzministerium, dass es sich nicht zu Spekulationen über finanzpolitische Vorhaben äußere.

Hunt und der neue Premierminister Rishi Sunak, der erst seit einer Woche im Amt ist, versuchen, Wege zu finden, die Ausgaben zu kürzen und die Einnahmen zu erhöhen, um das mehr als 70 Milliarden Pfund hohe Minus, das durch die schuldenfinanzierten Wirtschaftspläne von Sunaks Vorgängerin Liz Truss entstanden war, zu verkleinern. (apa/Reuters)