Russland hat die Hauptstadt Kiew die zweite Nacht in Folge unter Beschuss genommen. Kurz vor Mitternacht wurde für Kiew und den größten Teil der Ostukraine erneut Luftalarm ausgelöst. Ein 19-jähriger Mann wurde in ein Krankenhaus im Kiewer Stadtteil Desnianskij gebracht, nachdem Drohnentrümmer ein Gebäude getroffen hätten, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Montag auf Telegram mit.

Auch ein Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sprach von Drohnentrümmern, die eine Straße im bevölkerungsreichsten Bezirk Desnianskij im Nordosten Kiews getroffen und ein daneben stehendes Gebäude beschädigt hätten. Das Militärkommando der Ukraine im Osten des Landes teilte mit, dass Luftabwehrsysteme in den frühen Morgenstunden des Montags neun iranische Shahed-Drohnen über den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja zerstört hätten.

Russischen Angaben zufolge hatte die Ukraine zuvor in der Silvesternacht die Stadt Makiwka und andere Orte in den von Moskau kontrollierten Teilen der Region Donezk beschossen. Den Berichten zufolge wurde ein Militärquartier getroffen, wobei mehrere Menschen getötet wurden. Mindestens 25 Raketen seien auf die Region abgefeuert worden, teilte die von Moskau eingesetzte Verwaltung in der Region Donezk mit.

Angriffe mit Himars-Raketen

Die staatliche russische Nachrichtenagentur TASS zitierte die Verwaltung mit den Worten, dass in der Stadt Makiwka bei einer Reihe von Beschüssen mit Himars-Raketen (High Mobility Artillery Rocket System) mindestens 15 Menschen verletzt worden seien. Es habe einen Angriff auf eine Berufsschule gegeben, die als Quartier für militärisches Personal diente, erklärte Daniil Bezsonow, Informationsminister der selbst ernannten "Volksrepublik Donezk". Der Angriff habe sich am Neujahrstag zwei Minuten nach Mitternacht ereignet. (reuters)