Das AKW Mochovce erhält zwei weitere Blocks. Foto: reu
Das AKW Mochovce erhält zwei weitere Blocks. Foto: reu

Offiziell ist die Besetzung des Konsortiums noch geheim. Wie die "Wiener Zeitung" allerdings schon vor einiger Zeit berichtete, wird dem Vernehmen nach außer dem italienischen Konzern Enel oder einem von ihm favorisierten Unternehmen - Enel hält 66 Prozent an den bei der Erweiterung von Mochovce federführenden Slowakischen Elektrizitätswerken (SE) - auch eine russische Firma beteiligt sein. Die SE hatten den Beginn der Bauarbeiten zum dritten Block und ein halbes Jahr später zum vierten Block ursprünglich erst für Anfang 2012 geplant.

Mischen Russen mit?


Unterdessen haben auch die Vorarbeiten zur Errichtung eines neuen Kernkraftwerks an Stelle des Ende vergangenen Jahres abgeschalteten ersten Blocks des Atomkraftwerks in Jaslovské Bohunice begonnen. Experten ermitteln zurzeit nach Angaben des Wirtschaftsministeriums die maximale Größe des neuen Kraftwerks.

Premier Robert Fico zufolge gibt es ein "riesiges Interesse" möglicher Investoren an diesem Vorhaben. Im Gespräch sind außer Enel und der deutschen E.On - diese wird als aussichtsreichster Kandidat gehandelt - die französische EdF, die tschechische CEZ und die russische Atomstroj export. Letztere war schon früher an der Errichtung von Kernkraftwerken in der Slowakei beteiligt.