Die Kosovo-Serben warten auf russische Hilfsgüter. - © APAweb / AP
Die Kosovo-Serben warten auf russische Hilfsgüter. - © APAweb / AP

Belgrad. Ein russischer Hilfskonvoi, der in den Nordkosovo unterwegs ist, sorgt seit Dienstagnachmittag für intensive diplomatische Kontakte zwischen Moskau und Brüssel. Dies berichteten Belgrader Medien unter Berufung auf den russischen Botschafter in Serbien, Alexander Konusin. Die russische Hilfe für Serben im Nordkosovo wurde am Dienstagnachmittag von der EU-Rechtsstaatsmission EULEX an dem Grenzübergang Jarinje angehalten.

Zuvor hatten ortsansässige Serben bei Mitrovica elf EULEX-Fahrzeuge blockiert, die nach Jarinje unterwegs waren, um den Konvoi bis Mitrovica zu eskortieren. Medienberichten zufolge lehnte der russische Botschafter Konusin, der den Konvoi begleitet, daraufhin den EULEX-Vorschlag ab, in den Kosovo über den Grenzübergang Merdare, nördlich von Pristina, einzureisen. Dies wäre für Moskau, das den Kosovo nicht anerkannt hat, unannehmbar, soll Konusin argumentiert haben. Am Grenzübergang Merdare sind nämlich kosovarische Grenz-  und Zollbeamten im Einsatz.

Die Suche nach einer Lösung für den Hilfskonvoi hat laut der serbischen staatlichen Presseagentur Tanjug nun auch den russischen Außenminister Sergej Lawrow auf den Plan gerufen.