Der Kammerdiener steht im Mittelpunkt der "Vatileaks"-Affäre um Insiderinformationen aus dem Kirchenzentrum. Ermittelt wird gegen Gabriele wegen schweren Diebstahls, worauf nach vatikanischem Recht zwischen sechs und acht Jahren Haft stehen. - © APAweb/REUTERS/Alessandro Bianchi/Files
Der Kammerdiener steht im Mittelpunkt der "Vatileaks"-Affäre um Insiderinformationen aus dem Kirchenzentrum. Ermittelt wird gegen Gabriele wegen schweren Diebstahls, worauf nach vatikanischem Recht zwischen sechs und acht Jahren Haft stehen. - © APAweb/REUTERS/Alessandro Bianchi/Files

Rom. Der päpstliche Kammerdiener Paolo Gabriele, der Privatdokumente des Papstes aus dessen Wohnung entwendet haben soll, gerät stärker unter Druck. Nach Angaben der römischen Tageszeitung "Il Messaggero" wurden weitere Dokumente des Papstes beschlagnahmt, die der 46-Jährige angeblich entwendet haben soll. Die vertraulichen Dokumente wurden in einer kleinen Wohnung in der päpstlichen Sommerresidenz in Castel Gandolfo südlich von Rom gefunden, in der Gabriele während des Sommeraufenthaltes von Benedikt XVI. hauste. Die beschlagnahmten Dokumente gelten als für die Ermittlungen besonders relevant.

 
Insiderinformationen aus dem Vatikan
Ende dieser Woche sollte laut "Il Messaggero" die Untersuchungsphase in der Enthüllungsaffäre beendet werden. Es habe sich herausgestellt, dass die Arbeit des Richters noch einige Tage mehr in Anspruch nehme, sagte Vatikansprecher Frederico Lombardi am Samstag.

  Der Kammerdiener steht im Mittelpunkt der "Vatileaks"-Affäre um Insiderinformationen aus dem Kirchenzentrum. Ermittelt wird gegen Gabriele wegen schweren Diebstahls, worauf nach vatikanischem Recht zwischen sechs und acht Jahren Haft stehen. Nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens muss das zuständige Gericht entscheiden, ob ein offizieller Prozess gegen Gabriele eröffnet oder ob das Verfahren niedergeschlagen wird.