Schlange von Arbeitslosen in Madrid: In Europa werden Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit dringend benötigt. - © APAweb / AP / Paul White
Schlange von Arbeitslosen in Madrid: In Europa werden Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit dringend benötigt. - © APAweb / AP / Paul White

Brüssel/Wien. Unter dem festgefahrenen Streit um den EU-Haushalt leiden nun auch Arbeitslose in mehreren EU-Ländern, darunter auch Österreich. Weil im EU-Haushalt für das laufende Jahr weiter ein Loch von 9 Mrd. Euro klafft, musste der Haushaltsausschuss des Europaparlaments die Entscheidung über die Freigabe von knapp 25 Mio. Euro für entlassene Arbeitnehmer in sieben Ländern vertagen, wie der Ausschuss am Donnerstag in Brüssel mitteilte.

Die EU-Gelder waren für mehr als 5.000 Menschen in Österreich, Schweden, Dänemark, Finnland, Spanien, Italien und Rumänien bestimmt, die durch Massenentlassungen insbesondere beim Handy-Hersteller Nokia und beim Autobauer Saab ihren Job verloren hatten.

Die Zahlungen sollten sie bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz, bei Weiterbildung und Existenzgründungen unterstützen. Die Mittel können erst freigegeben werden, wenn eine Einigung über die EU-Haushalte für 2012 und 2013 erzielt worden ist.