In der neu aufgeflammten Debatte über eine Abschaffung des Solidaritätszuschlags hat sich der Unions-Wirtschaftsflügel auf die Seite der FDP gestellt. "Angesichts immer neuer Rekordsteuereinnahmen ist es nicht länger vermittelbar, dass alle Einkommensbezieher und Unternehmen weiterhin zur solidarischen Finanzierung des Aufbau Ost zur Kasse gebeten werden", erklärte der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), Josef Schlarmann, am Dienstag. "Die MIT fordert, den Solidaritätszuschlag ab 2019 zu streichen."

Zuvor hatte die FDP eine schrittweise Reduzierung des Soli bereits in der kommenden Legislaturperiode gefordert, der rund 13 Milliarden Euro in die Staatskasse spült. Die Unionsspitze hat dies aber abgelehnt. Schlarmann verwies darauf, dass 2013 von den Einnahmen nur noch rund sechs Milliarden Euro in den Osten investiert würden.