Brüssel. Die EU-Verteidigungsminister haben die militärische Trainingsmission der Europäischen Union in Mali um zwei Jahre, das heißt bis 18. Mai 2016 verlängert. Die EU-Minister fassten einen entsprechenden Beschluss ohne weitere Diskussion.

Mit der Mission "EUTM Mali" trainiert und reorganisiert die Europäische Union die Streitkräfte des afrikanischen Landes. Kampfeinsätze sind seitens der Europäischen Union nicht vorgesehen. Frankreich hatte im Jänner 2013 Truppen nach Mali entsandt, um den Vormarsch islamistischer Milizen im Norden des Landes zu stoppen. Österreich ist gegenwärtig mit neun Mann an dem EU-Einsatz vertreten.

Trainingsteams

Die Ausweitung des Mandates werde ein Militärtraining für vier zusätzliche Bataillone der malischen Armee ermöglichen, teilte der EU-Ministerrat mit. Im Zuge des verlängerten Einsatzes werden den Angaben zufolge auch zwei mobile Trainingsteams geschaffen, und das Training von Ausbildern innerhalb der malischen Armee soll verstärkt werden.

Die EU-Mission umfasst 560 Mann im Hauptquartier in Bamako sowie im Trainingscamp Koulikoro. Die von der EU gemeinschaftlich getragenen Kosten für den um zwei Jahre verlängerten Einsatz belaufen sich nach Angaben des EU-Ministerrates auf 27,7 Millionen Euro.